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Mittwoch, 1. Dezember 2021

Jetzt aber...

 

Ja, jetzt aber ist schon die erste Adventswoche und ich hab mich nicht mal auf die so lieben Antworten auf meinem letzten Post gemeldet. Doch, reagiert habe ich schon, denn ich habe viel darüber nachgedacht und mich sehr darüber gefreut! Zuerst wollte ich mich per Mail melden. Dann wurden es aber mehr Antworten und ich habe mich gefragt, kann ich allen einen Sammelmail schicken? Nein, habe ich nicht, aber ich habe viel darüber nachgedacht.

Ich habe die tollen Reaktionen für mich u.a. dahingehend umgesetzt, dass ich noch einmal das Internet nach Möglichkeiten für mich hier in der Umgebung abgsucht habe. 

Die eine oder andere Adresse habe ich gefunden, denn in erster Linie geht es mir ja darum, hier in meinem Umfeld Kontakte zu knüpfen.

Aber grössere Gruppen machen mir Angst (wegen Corona). Dann habe ich eine Handarbeitsgruppe gefunden. Toll, so etwas hatte ich schon mal sehr lustig eine Weile vor vielen Jahren in einem kleinen Örtchen besucht. Die von mir entdeckte hier besteht aktuell nur aus 5 vollgeimpften Frauen. Also habe ich ich getraut und bin hin. 

Ja, es war schön, hätte auch Potential, aber die Damen, teils mit dem Bus dort hin gekommen, die sich alle schon seit vielen Jahren kennen, nahmen dann am engen Tisch die Masken ab und tranken Kaffee. Es sei ihnen gegönnt, dennoch habe ich mich dabei nicht so wohl gefühlt.

Nach fast zweijährigem persönlichem Dauerlockdown wegen meiner Krankheit und den momentanen gruseligen Nebenwirkungen der Chemo bei einem Mann möchte ich diese Zeit des Vorsichtigseins nicht ad absurdum führen, gerade jetzt, wo die Coroanzahlen nur so explodieren. Also... shit happens... ich werde erst einmal nicht wieder in eine Gruppe gehen. (Aber vielleich hoffentlich nächstes Jahr.)

Dann eben Freude anders!

Weihnachtsdeko!

Aber... schau mal um die Ecke!

Ja, ein neuer Teppich!

Der bunte Teppich vor dem Sofa ist weg - Nein! nicht ganz weg, der ist jetzt unter dem Esstisch. Aber vor dem Sofa ist Mitte November ein neuer Teppich eingezogen.

Wir freuen uns sehr!

Inzwischen ist auch alles schön weihnachtlich geschmückt.

Davon zeig ich dann demnächst mehr.

Freitag, 17. September 2021

Blumen auf dem Küchenschrank

* Dieser Blogbeitrag enthält unbezahlte und unbeauftragte Werbung *

 

Heute zeige ich noch einmal Rudis (Rudbeckien) aus meinem Garten in meiner neuen Vase.

Die blühen noch fleissig und in Mengen bei mir im Garten, so dass sie sich noch einen Auftritt bei Holunderblütchens Friday-Flowerday verdient haben.

Platziert habe ich sie, wie Du siehst, auf dem Küchenschrank.

Wie? Was? Auf dem Küchenschrank?

Ja, es stimmt, ich habe mich nicht vertippt. Das Sideboard, worauf der Blumenstrauss (und der Fernseher, die Bücher, etc.) steht, das ist ein Teil meiner Küche, bzw. das sind Elemente meiner Einbauküche. Und zwar sind das Oberschränke aus meinem Küchenprogramm, die mit einer, bei Glaser angefertigten, weissen Glasplatte abgedeckt sind.

Womit ich denn beim Thema bin - meine Küche, Planung und Aussehen.

2016 haben wir unsere Wohnung gekauft. Sollte es möglich sein, noch einige Änderungen vorzunehmen, wollten wir unser Vorhaben, in eine seniorengerechte Wohnung umzuziehen, einfach vorverlegen. Es war möglich!

So sah unser Wohn-/Küchenraum aus, als wir ihn das erste Mal betraten. 

Die Küche war in dem Bereich hinter den Mauerstümpfen geplant. Der linke Stumpf ist ungefähr da, wo auf dem vorherigen Bild die rechte Seite vom Fernseher ist. Das kam aber für mich gar nicht in Frage. Entweder offene Küche oder separate, aber nicht so. Ausserdem hatte ich von Mauerstümpfen genug, denn die hatten wir ja im alten Haus, zwecks Zimmervergrößerung.

Das Bauprojekt war in vollem Gange und so musste schnell gehandelt werden. Das Herausnehmen, der Stümpfe war nicht das Problem, aber ich musste flott die Stellen benennen, wo meine Stecker und der Wasserzufluss für die Küche hinkommen sollen, da, wie man sieht, die Elektrokabel z.T. schon verlegt waren.

Die herausfordende Planung

Ja, und nun kam die Herausforderung für mich, ach was, gleich mehrere Herausforderungen.

Ich hatte noch nie gebaut und ich hatte noch nie eine Einbauküche geplant. Unser altes Haus war schon ALT, als wir es kauften, und die sonstigen Küchen in meinem Leben waren bereits eingerichtet oder wurden von mir individuell selbst gebastelt und mit alten Buffets und Schränken ausgestattet.

Also, zuerst überlegen!

  • Kann ich mit einer offenen Küche, also einer Wohnraumküche leben?
  • Was muss ich in meiner Küche unterbringen?
  • Wieviel Platz habe ich dafür?
  • Wie kann ich den vorhandenen Platz optimal nutzen?
  • Worauf kann ich evtl. verzichten?
  • Wo sind Spüle und Herd am sinnvollsten?
  • Wie viele Steckdosen brauche ich?
  • Was ist mir generell wichtig?
Generell wichtig für mich ist: (mit Auflösung, was ich umsetzen konnte)
  • neutrale, zeitlose Erscheinung  ✔
  • helle Farbe ✔
  • Kühlschrank in Augenhöhe ✔
  • Backofen in Augenhöhe ╳ aus räumlichen Gründen nicht möglich
  • Handtuch in Spülennähe ✔
  • Mikrowelle ✔ ist im Backofen integriert, aber unötig, weil ich jetzt Induktion habe
  • Arbeitsfläche - genug und in passender Höhe zu meiner Körpergrösse ✔
  • Schubladen als Unterschränke ✔
  • muss zum Wohnraum passen ✔
  • Platz für alles, was ich  brauche, wohlgemerkt: BRAUCHE! ✔

Nachdem ich alle Punkte für mich gesammelt hatte, habe ich mir im Internet ein Raumplanungsprogramm gesucht und mich an die Arbeit gemacht. Immerhin musste ich mehr oder weniger zentimetergenau die Anschlüsse und Steckdosen angeben. Das geht mit so einem Programm ganz gut und ausserdem zeigt es den Raum sehr lebensecht. Gerade bei Tisch und Stühlen vertut man sich ja leicht mit dem Platz.

Das war einer meiner allerersten Entwürfe, mit einer L-förmigen Arbeitsplatte und dem Kühlschrank in der Ecke (rechts unten im Bild).
Aber das habe ich schnell verworfen, weil es mir im Wohnraum so nicht gefiel. Der Kühlschrank (unten, grauer Block, rechts im Bild) als Hochschrank war mir zu massiv und der Eßtisch mit Stühlen hat zu wenig Platz.
 
Also weiter getüftelt und am Raumplaner Möbel gerückt, mit guten Ergebnissen.
 

 Hier ist das Resultat, so gut es ging am Planer, aus Vogelperspektive.


Und hier ist der Raum, wie er tatsächlich aussieht, aus meiner Perspektive.
 
Warum ich oben schrieb, mein Blumenstrauss steht auf dem Küchenschrank, ist nun auch gut zu erkennen.
Damit Küchen- und Wohnbereich eine Einheit bilden, habe ich unser Sideboard aus Küchen-Oberschränken passend zur restlichen Küche zusammengestellt. Und für Obendrauf haben wir beim Glaser eine weisse Glasplatte mit Loch für Kabel fertigen lassen.

Hier der Blick aus dem Wohnbereich in den Küchenbereich.
 
Der Schrank auf der rechten Seite ist unser Kühlschrank.

Man sieht an den Ostereiern, dass das Foto nicht neu ist.

Ich wollte einen Kühlschrank auf Augenhöhe, ohne die Küchenzeile mit einem "Monsterschrank" verschandeln. Er hätte mir dort auch Arbeitsfläche "gestohlen". Die Alternative wäre, dass der Kühlschrank unter der Arbeitsplatte gewesen wäre. Das kam für mich beides nicht in Frage. Also habe ich den Kühlschrank separat geplant und gestellt.
Die Füße haben wir passend zu dem Wohnzimmertischgestell bei meinem Mann in der Firma schweißen lassen.
Unten in der Schublade sind meine Plastikdosen, darüber ist der Kühlschrank. Seitlich links ist ein Apothekerschrank untergebracht. (Einen Gefrierschrank haben wir separat, der steht, neben Waschmaschine, Trockner und anderen Dingen in unserer kleinen "Wunderkammer".)


Neben allen möglichen Lebensmitteln hat dort auch die Brotkiste Platz.
Super praktisch und viel Stauraum.
 

Die eigentliche Küche habe ich in weiss gewählt. Für etwas mehr Wärme und Spannung dazu eine Arbeitsplatte in Eichenoptik und 4 Regalkästen passend dazu. Eine echte Holzarbeitsplatte hatte ich schon 2x zuvor, zwar wunderschön, aber ich möchte sie nicht wieder haben, für eine pflegeleichte Seniorenwohnung.

Unsere Arbeitsplatte harmoniert mit unseren Bodenfliesen (Da wir Fussbodenheizung haben, kam für uns Parkett nicht in Frage.), auch mit der Essgruppe und mit unserem Kühlschrank.

Weiss ist hell, freundlich, absolut zeitlos und passt zu allem. Auf Griffe habe ich verzichtet, insbesondere auch, weil es ja eine Wohnraumküche ist. Ich fand und finde es passender. Man stelle sich nur das Sideboard mit Blumenstrauss vor... mit Küchengriffen! Das sieht doch nicht gut aus. ICh habe dezente Griffrillen gewählt. Es gab die Möglichkeit auf die Griffrillen zu verzichten und die Türen mittels Druck zu öffnen. Aber davon habe ich abgesehen - wer weiss, wie lange so eine Automatik hält.

Die ganze Anordnung ist symetrisch, denn in einer Küche kombiniert mit Wohnraum "passiert" eh schon so viel, dass ich mir eine ruhige Anordnung gewünscht habe. (Beim Sideboard habe ich mich wiederum bewusst gegen eine symetrische Anordnung entschieden, was den Küchenaufbauer sehr verwirrt hat. Er musste tatsächlich Schränke austauschen.)

Oberschränke (im Gegensatz zu offenen Regalen, die ich früher hatte) habe ich aus verschiedenen Gründen gewählt. Zum einen habe ich kein Esszimmer mit entsprechendem Stauraum, also brauche ich viel Platz für alles, was ich so brauche. Zum anderen bringt es Ruhe in den Raum, weil man das "Küchengedöns" nicht sieht und es spart viel Putzerei und Abstauberei. (Hat mich mit 20, 30, 40 und auch mit 50 noch nicht gestört, jetzt bin ich über jede Fläche froh, die ich nicht putzen, bzw. zum Putzen leer räumen muss.) Lediglich die 4 Kästen/Fächer sind ein Zugeständnis an frühere Zeiten. Das lockert die Front etwas auf, ohne dass zuviel herumsteht. Andererseitss habe ich so den schnellen Zugriff auf zimmerwarme Butter und Instantkaffee für die schnelle Tasse Kaffee im rechten Fach. Im linken Fach stehen, immer mal wieder andere schöne Dinge, die ich in meiner alten Küche auch zu Schau gestellt hatte. So hat mein Dekoherz auch noch gewonnen.

 
Meinen tollen Auszug in einem der Oberschränke hatte ich ja HIER schon mal vorgestellt. Die anderen Schränke haben normale Einlegebretter. TIP: Ich habe mir für jeden Schrank ein Extra-Brett mit Halterung bestellt, so passt viel mehr in die Schränke. Die komplette Frühstückstischeindeckung, Gläser, Suppentassen, Elektrogeräte, Gewürze, Hand- und Geschirrtücher, Kekse, Bonbons, Tee, Krüge, und sonst noch so einiges hat in den Oberschränken Platz.

Da das Kochen ja im Wohnraum stattfindet war es mir wichtig, einen wirklich guten Dunstabzug zu haben. Das war der Moment, wo wir gesagt haben, eine neue Küche kostet viel Geld, aber am falschen Platz da knickerig sein, ist endeffektlich meistens teurer.


Unten gibt es, abgesehen von der Spühlmaschine und dem Ofen nur Schubladen. Die sind super praktisch weil man problemlos alles bis in die hinterste Ecke sehen und räumen kann. Die linke obere ist eine Doppel-Lade, denn in dem Schub befindet sich ein weiterer Schub für das Besteck. Rechts der schmale Schrank ist noch mal ein Apothekerschrank. Sehr praktisch für grosse Flaschen, wie Öl, Essig und so und natürlich auch sonst, in so einer schmalen Ecke.
Als Herd habe ich einen Induktionsherd gewählt und der Ofen hat eine Mikrowellenfunktion, weil ich für eine extra Mikrowelle in der Küche keinen Platz fand. Ich muss heute dazu sagen, wenn ich gewusst hätte, wie toll Induktion ist, hätte ich auf die Mikrowellenfunktion des Backofens verzichten können, denn es ging mir ja nur darum, Essen warm zu machen. (Wir sind nur 2 Personen, ich koche aber meist für eine Mannschaft und friere das dann ein.)

Nachdem ich zuletzt eine Emaille-Spüle hatte, wollte ich dieses Mal wieder eine aus Edelstahl. Einfacher zu putzen und langlebiger. Ausserdem passt sie besser zur Küche.
 

Dafür gab es aber einen weissen Wasserhahn mit Edelstahl-Akzenten. Den kann man ausziehen und damit überall im Becken und (besser nicht) umzu rumbrausen. Sehr schön, sehr edel, sehr praktisch.
 
Ausserdem viel Licht zum besseren arbeiten.

Meine Handtücher in der Nähe der Spüle zu platzieren, das habe ich auch hinbekommen. Es fügt sich auch gut in den Wohnraum ein. Ich weiss, dass viele den Kopf schütteln, aber mir war das sehr wichtig.

Dann war da nur noch die Entscheidung, welche Fliesen sollen es sein?

Wenn meine Küche eine abgeschlossene, also ein eigener Raum gewesen wäre, dann hätte ich mich für weisse Fliesen entschieden, denn in einem Küchenraum ist so viel bunt - Gemüse, Obst, Geschirrtücher, Gewürze, Deko, etc., da dürfen die Wände eigentlich neutral sein.
Meine Küche ist aber Teil des Wohnzimmers. Deshalb erschienen mir weisse Fliesen zu steril.


Als ich diese Fliesen entdeckt habe war ich gleich sicher, die sind es!

Es war 100% die richtige Entscheidung. Ich liebe meinen Fliesenspiegel. Auch nach über 4einhalb Jahren würde ich ihn so wieder wählen. Die Steckdosen haben wir dann, wie schon im alten Haus aus Bakelit gewählt.


Das ist also meine Wohnraumküche.
 
Mit all meinen Plänen und Wünschen sind wir dann zum Schweden, in ein Möbelhaus und 2 Küchenstudios gefahren. Im letzten hatten wir das richtige gefunden. Nicht nur meine Pläne, sondern auch den einen oder anderen guten Tip, wie z.B. der Schrankauszug oder der Wasserhahn und weiteres kamen dort zur Sprache und in den Plan.
 
Im Januar 2017 wurde sie eingebaut. Seit März 2017 wohne ich mit ihr. Würde ich sie mir wieder so aussuchen?
 
Ja! Ich bin rundum zufrieden und glücklich damit. Mir fällt nichts ein, was ich hier, in dieser Wohnung, anders machen würde. Ich habe gedanklich auch die eine oder andere Küche meiner Freunde damit eingerichtet. Ja, ich bin sehr glücklich mit meiner Küche...

...ausser, und das hat mit der Küche direkt nichts zu tun...
 
Die grünen Eßtisch-Stühle, die wir ein Jahr vor unserem Umzug für unser Eßzimmer im alten Haus für teuer Geld gekauft hatten (war von mir ein Kompromiss zu Gunsten meines Mannes), die würde ich allerdings am liebsten weg haben. Die Stühle sehen gut aus, sind sehr bequem und der Holzanteil toll, aber für meinen Geschmack sind sie zu grün und die Lehnen sind zu hoch. Im alten Haus hat das nicht gestört, da war der Raum und die Fenster anders angeordnet. Hier aber nervt es mich sehr, dass mir die Rückenlehnen die Sicht auf den Raum und aus dem Fenster versperren. Auch die filigrane Gummibespannung hilft da nicht. Für diesen Raum sind sie nicht optimal. Aber es wird schon, hoffentlich.. irgendwann... andere Stühle für mich geben.


Jetzt aber noch mal Blumen
 - diesmal nicht vom Küchenschrank, aber vom Küchentisch aus gesehen -
nachdem ich einen hohen Stuhl zur Seite gerückt habe.

Montag, 9. August 2021

DIE 3 - besten Anschaffungen seit wir hier wohnen

Es gibt Dinge, die man noch nie hatte. Manche hat an sich gewünscht, andere hatte man nicht mal auf dem Schirm.

Hier in unserer Wohnung, die wir zum leichteren Leben gegen unser altes Haus getauscht haben, sind 3 Dinge eingezogen die ich vorher so nie hatte und nie mehr missen möchte!

der Schrankauszug

Das ist meine Küche, zu der gibt es bestimmt noch mal einen Extra-Post. 

Hinter der rechten oberen Tür befindet sich eins meiner Highlights.


Ein Runterziehregal!


Einfach nur den Griff anpacken und dran ziehen und schon ist alles bei mir in Reichweite!

Ok, wer mich nicht kennt...

Ich bin nur 1,51 klein, und dieses ist meine allererste gekaufte Einbauküche. Vorher war ich immer individuell küchentechnisch eingerichtet. Aber dazu ein andermal. Auf jeden Fall genial, dass ich auch problemlos an den Tee und den Zwieback, den Toaster und den Eierkocher in den oberen Regalen komme. Super finde ich das und freue mich auch nach 4 Jahren noch jedesmal ein Loch in den Bauch, wenn ich es benutze.

 der grosse Schreibtisch

Dieser richtig grosse Schreibtisch ist jeden Tag von neuem eine Freude.

Eigentlich wolllte ich ja einen alten verschörkelten. Aber hat der denn Platz in so einem kleinen Zimmer? Wird das nicht zu voll? Ich habe mich gegen den alten entschieden und mir für tatsächlich wenig Geld beim Schweden dieses Ensemble (wegen Corona nicht direkt gekauft, sondern) bestellt und bin mega glücklich damit!

Hatte ich ja schon mal in diesem Post vorgestellt. 

Die Nähmaschine steht aktuell unter dem Schreibtisch, dafür ist die Schneidematte und der Stempelkasten dort hingewandert. 

Es ist einfach nur toll, dass ich nichts wegräumen muss, wenn ich sowohl am Laptop arbeite und auch nebenbei noch anderes zu erledigen habe oder will, wie Schreibarbeiten, Bastelsachen etc. Und genug Platz für Farben, Stifte, Nähkrams und und und bieten die Schubladen auch.

der Strandkorb

Der ist definitv das tollste, was hier angeschafft wurde! Ohne weitere Worte!

Hier noch ein Bild vom Dezember (ja, das war tatsächlich im Dezember!) mit Weihnachtskissen und Schüssel mit eingelegtem Sauerbraten.

Und wer immer noch nicht genug hat.. die Anfänge meines Korbes hier in einem älteren Post.

Freitag, 2. Juli 2021

Ich glaub' es hack(t)

Ja, es ist schon manchmal verrückt, auf was man für Ideen kommt.

Einen Hack nennt man ja seit einigen Jahren einen Gegenstand, den man verändert, bzw. aus seiner Grundform erweitert hat oder ihn evtl. auch einer anderen Verwendung zuführt.

Bei mir gibt es eine Menge Dinge, die ich anders, als vorgesehen nutze.

Als ich letztens einen Blogbeitrag gelesen habe, wo jemand ein Weinregal für die Wand suchte, fiel mir ein, dass ich ein solches Weinregal habe - aber als Hack.

Ich benutze das Weinregal als Flurgarderobe.

Dort, wo die Schlüssel dran hängen bzw. die Bügel über Kopf liegen, sollten eigentlich Weinflaschen paltziert werden.

 

Wo ich schon mal dabei bin, zu überlegen, was ich alles für "Hacks" habe, fielen mir gleich einige ein.

Die Blumenampel, die den Toilettenpapiervorrat hält.

 
Die Weinkiste, die nun ein Badezimmerregal ist.
  Der Karteikasten, der statt mit Karteikarten mit Stempeln befüllt ist.

 In der Küche gibt es auch einige Zweckentfremdungen bzw. Zweckneuzuführungen.

Wer suchet, der findet hier hier gleich fünf. Vorgestellt werden davon hier zwei...

Die Blumenvase, die nun mit Kochlöffeln befüllt ist.

(Ausserdem habe ich einen Shakespeare-Magneten daran befestigt, in Erinnerung an meine alte Arbeitsplatte im alten Haus, die mit Shakespeare-Zitaten bedruckt war)

Die Zuckerdose - es steht eindeutig "Sugar" drauf - die unseren Instantkaffe enthält.

Im Regal unten rechts steht eine hölzerne Zigarettendose, die mir vor über 40 Jahren mal eine Freundin schenkte.

Ich mag die Dose sehr gerne.

Zigaretten enthält sie nicht. Sie hat aber die passende Größe, um alle möglichen Kunden- und Visitenkarten aufzunehmen.

Es finden sich noch eine ganze Reihe solcher Andersnutzungen bei mir.

Eine alte Filztasche, die als Türstopper dient...

...alte Aschenbecher, mit Büroklammern gefüllt, und... und.. und...

Lange Zeit barg eine alte gläserne Käseglocke meine Seifensammlung. Leider ist die in Corona-Zeiten arg geschrumpft ist, weil ich einfach nicht mehr auf Märkten und Handwerkermessen tolle neue handgemachte Seifen kaufen konnte... ach, die Seifen... aber, das ist ein anderes Thema...


Samstag, 19. Juni 2021

Bücher sind eine einzige tragbare Magie*

Letztens ist es mich überkommen...

Ganz ohne Bücher geht es bei mir nicht. Am liebsten habe ich sie in meiner Nähe. Wie habe ich es im alten Haus vermisst, dass die Bücher, bis auf wenige, in einem extra Raum standen.

Hier genisse ich es, die Bücherwand direkt in unserem Lebensraum zu haben und sie jederzeit anschauen zu können.

Dennoch - zuviel ist zuviel! Da waren einige dabei, die mir nichts sagen und meine Seele nicht berühren.

 Also habe ich mein Bücherregal ausgemistet.

TADA!!! Und so sieht es nun aus! Man kann tatsächlich Lücken erkennen.

8 Kisten voll, weit über 200 Bücher, haben wir ins Antiquariat gebracht. Natürlich habe ich mal wieder vergessen, die ganzen Berge zu fotografieren.

Weg gingen all die Bücher, ohne persönlichen Bezug und die, die weder Manni noch ich irgendwann mal wieder lesen werden.

Viele hundert Bücher mussten ja schon 2017 gehen, als wir hier einzogen. So viel Platz, wie im alten Haus, haben wir hier ja nicht.

Bücherraum in unserem alten Haus

Da tummelten sich die meisten Bücher ja in einem Raum, der rundum mit Regalen bestückt war. Aber vorbei ist vorbei und vieles, was ich mal ganz toll lesenswert fand, interessiert mich jetzt gar nicht mehr.

Nun sind es wieder weniger geworden und mich macht es sogar froh. Und obwohl sowohl Manni, als auch ich, Krimis durchaus mehrmals lesen, - da waren welche, die uns beiden keinen Mehrwert bringen. Also auch die Krimisammlung ausgedünnt. Allerdings bin ich durch das Durchsehen auf Bücher gestossen, die ich definitiv ganz bald nochmal lesen möchte, die unter vielen, für mich uninteresanten verborgen waren.

Das kleine Regal im Durchgang musste ebenfalls dran glauben. Überflüssige Kochbücher, Wälzer, die man in Zeiten von Wikipedia nicht mehr braucht, z.B. Oper, Operette, Konzert u,ä. sind hier verschwunden.

Die Regalfächer (nicht im Bild) des Sideboards, auf dem der Ferneher steht, wurden ebenfalls ausgedünnt bzw. neu geordnet. Dafür wurde es auf der Fläche etwas voller. 

Bei all der neuen Luftigkeit in den Regalen habe ich mir mal einen kleinen Farbflash gegönnt und hier einen Teil meiner Teelichtglassammlung drappiert. (kann sein, dass jemand jetzt neugierig ist... - ich habe noch 6 weitere aus der Serie). - Hallo! die Teelichgläser stehen vorne! Die Überfülle hinter der Scheibe ist auch schön! Meine blühende Clematis montana ´Mayleen`.

 

So, dass war jetzt die letzte größere Veränderung im Haus. Wahrscheinlich würden viele sie nicht einmal bemerken, wenn sie mich besuchen würden.

Wichtig ist aber, dass es mir damit gut geht und ich mich am Resultat freue.


* Die Überschrift zu diesem Post ist übrigens ein Zitat von Stephen King - All seine Bücher, die ich hatte sind diesmal ebenfalls rausgeflogen. Ich fand seine Bücher noch nie so prickelnd. Es war so ein typisches 90er Jahre Ding - man liest King und hat seine Bücher im Regal. So, jetzt nicht mehr!

Genauso ist es dem Herrn Simmel ergangen, obwohl ich seine Bücher tatsächlich lieber gelesen habe, als die King-Bücher. Ich hatte alle seine Bücher aus dem Nachlass meines Vaters. Lediglich eins habe ich behalten: "Es muss nicht immer Kaviar sein" Das hat mir von all seinen Büchern am besten gefallen. Ausserdem habe ich durch das Buch gelernt, dass nasser Salat die Salatsosse nicht annimmt, man aber keine Salatschleuder braucht, sondern nur ein Trockentuch zum schleudern. Ich mache das heute noch so und besitze keine Schleuder.

Und nun Schluss, sonst fange ich noch an, jedes behaltene und weggegebene Buch zu kommentieren......

 

Samstag, 12. Juni 2021

Leben und Leben lassen

Drei Tage und zwei Nächte hatten wir Besuch von einem jungen Austernfischer.

Wir haben ihm eine Schale Wasser hingestellt und ihn mit Mehlwürmern versorgt.

Das Angebot wurde auch fleissig genutzt.

Wir haben uns Gedanken gemacht und überlegt, ob wir ihn wohl einfangen sollen. Immerhin stromern in unserem Garten viele Katzen aus der Nachbarschaft und direkt neben dem Haus ist ein Parkplatz, den der Kleine auch öft als Rennstrecke nutze. Wir haben uns dagegen entschieden, denn die Austernfischer-Eltern waren ständig in der Nähe.

Die sassen oben auf dem Dach, beobachten den Kleinen und machen ordentlich Lärm.

Sie schrien den halben Tag durchdringend "quiep!!", aber zu ihm geflogen sind sie nicht. Auch sonst habe ich sie nur auf den Dächern um unseren Garten,  aber nie auf dem Boden gesehen.

Am 4. Tag war er nicht mehr da. Die Elternvögel liefen zum ersten Mal auf dem Boden über den Parkplatz. Der Kleine war nirgendwo zu entdecken. Sie flogen danach noch eine Weile aufs Dach und riefen ihr lautes "Quiep", aber der Kleine war fort. Am Nachmittaag waren auch sie fort und die Mehlwürmer nicht mehr angerührt.

Ja, natürlich denke ich, der kleine Austernfischer hätte länger überlebt, wenn wir ihn gefangen hätten. Aber nur weil ich es als Mensch (vielleicht) besser weiss, wo er gross werden soll, darf ich ihn doch nicht einfach seinen Eltern wegnehmen.

Es ist traurig! Es war so ein putziges süsses Kerlchen. Nun ist er, wie so viele Tiere vor ihm auch über die Regenbogenbrücke gegangen. 


Woanders geht das Leben weiter.

Im Garten überschlagen sich die Pflanzen fast in ihrer Wuchs- und Blühfreude

Fingerhut und Allium im Hintergrund
 
Glockenblumen
 
Clematis zwischen Bergflockenblume und wilder Kamille
 

Erdbeere im Topf
 
 Wildwuchs am Rande

Ja, so ist das! Der Garten lebt und ich lasse ihn auch zum grossen Teil in seiner Wildheit mit seinen irgendwohin gewehten Samen leben.
Dem kleinen Austernfischer wollten wir auch sein Leben lassen, bei seinen Eltern und in der Natur. Dafür hat er sein Leben lassen müssen.

Ich schliesse nicht gerne mit traurigen Worten. Ich nehme ein Bild, dem die Sonne fehlt, dass aber doch Leben enthält.

Blühender Thymian, Salbei und beginnende Lavendelblüte