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Montag, 15. März 2021

Auf die Stempel, fertig, los

Nachdem mir meine Tochter das tolle Buch über Stempeln und Buchbinden geschickt hatte, musste ich das ja schnell ausprobieren.

Papier, Stempelkissen und Moosgummi habe ich mir besorgt und Manni hat mir Klötze besorgt, auf die ich die ausgeschnittenen Moosgummibilder kleben kann. Und schon konnte ich loslegen.

Meine ersten Versuche habe ich gleich zu Karten verarbeitet.

In der nächsten Zeit habe ich dann etliche neue Stempel geschnitten und einiges ausprobiert.

Inzwischen habe ich schon eine ganz beachtliche Stempelsammlung. Die meisten Klötze sind auf mehreren Seiten beklebt. Gut, dass ich den alten Karteikasten habe. Da sind sie momentan noch gut aufgehoben. Ausserdem habe ich mir noch einen Satz Buchenstabenstempel fertig gekauft.

Neben den Karten für jeden Anlass oben auf dem Bild habe ich noch weitere gestempelt.

Für einen traurigen Anlass, als unser lieber Nachbar verstarb...

 
...und für einen Geburtstag.

Bei soviel Beschäftigung komme ich ja kaum dazu, diesen Blog zu füllen. Aber so eine Zusammenfassung der Dinge aus einigen Wochen oder Monaten ist ja auch nicht verkehrt.

Sonntag, 14. März 2021

Die ersten Büchlein


Momentan stempel ich ja gerne und verarbeite meine bedruckten Papiere zu Karten und Heften.

Tja, und wie kam es dazu?

Ich habe es endlich, vor einiger Zeit, mal geschafft ein paar Geschichten, die mir schon lange im Kopf herum spukten für die (Enkel)-Kinder aufzuschreiben.

Als ich die erste Geschichte fertig ausgedruckt hatte, fand ich es doch zu langweilig und unschön, sie nur als Brief zu verschicken. Also habe ich überlegt, wie ich ein Büchlein daraus mache, ohne mich vorher irgendwie mit Buchbinderei zu beschäftigen.

Ich habe also den Text im PC auf DIN A5 formatiert und dann im Querformat je 2 Seiten auf eine DIN A4-Seite gedruckt.

Die Rückseite konnte ich nicht bedrucken, denn dann wäre der Text ja auseinander gerissen worden.

Die bedruckten Seiten habe ich dann mittig gefaltet, um sie Rücken an Rücken zusammen zu kleben.

Da ich gerade nur flüssigen Alleskleber, als keinen Klebestift hatte, befürchtete ich, dass es beim Zusammenkleben der Seiten unschöne Flecken und Schatten geben könnte.

Also hatte ich die Idee, jeweils ein Blatt zwischen die Seiten zu legen. 

Da die ersten Büchlein vom Regenbogenstern handeln, bot sich Papier in Regenbogenfarben an.

Nun noch einen passenden Umschlag finden...

Der erste Versuch war dann Bastel-Wellpappe zu nehmen. Für den Versuch war es auch gut, allerdings wollte ich ja 2 Büchlein machen und die Pappe reichte nur für ein Buch.

Immerhin konnte ich nun sehen, dass alles so klappt, wie ich mir das vorgestellt hatte und ich hatte ausserdem noch den Prototypen für mich.

Die Frage, aus welchem Material ich denn nun die Umschläge mache, war schnell geklärt. Da war ja noch eine fast volle Tapetenrolle in meinem Fundus.

Noch ein wenig dazugekritzelt und geklebt, kleine gebastelte Regenbogensterne angebunden - Fertig!


Die Büchlein habe ich dann an meine Freundin Christa für ihre Enkelin und an meine Tochter für meine Enkel verschickt, und sie sind in jeder Hinsicht gut angekommen.

Meine Tochter hat mir nicht lange danach auch ein Buch geschickt, und zwar ein tolles Buch über Buchbinden und Stempeln. Das könne ich doch bestimmt gut brauchen, meinte sie.

Kann ich auch. Ein tolles Geschenk!

Nur für die Geschichten, die ich selber ausdrucke ist die herkömmliche Binderei nicht geeignet. Jedenfalls habe ich noch nicht herausgefunden wie ich das umsetzen kann.

Also habe ich das nächste Büchlein für die Kinder wieder nach meiner Methode gebunden.

Allerdings habe ich auch probiert, wie man tatsächlich nach dem Buchbinde-Stempelbuch binden kann und so hatte ich dann diese beiden Exemplare. Einmal das Büchlein für die Kinder und einmal ein Notizheftchen für mich.

Stempel und Stempelfarbe hatte ich noch nicht gleich zur Hand. Also auch hier die bewährte Methode:

Schere, Kleber und Stifte für die Umschlaggestaltung

Diese Geschichte hat, dem Titel gemäß, verschiedene grüne Blätter zwischen den bedruckten Seiten.

Ein paar Tage nachdem dieses Exemplar fertig und verschickt war, war ich mit Stempelfarben, Moosgummi und neuem Paper eingedeckt.

Und nun habe ich keine Zeit mehr, weitere Geschichten zu schreiben, denn ich muss stempeln, stempeln, stempeln. Ob meine Tochter sich das so vorgestellt hat? Nun eins weiss ich, sie freut sich, dass das Buch, welches sie mir geschickt hat, mir so viel Freude macht und mich dazu inspiriert, immer neues auszuprobieren.

Samstag, 13. März 2021

Ein Jahr und mehr

Ein Jahr und noch mehr verläuft (nicht nur) mein Leben anders, als jemals zuvor.

Gestern vor einem Jahr habe ich mich das letzte Mal mit mehreren Menschen, damals schon mit mulmigem Gefühl, zum Feiern getroffen. Eine liebe Nachbarin hatte zu ihrem 80. Geburtstag geladen.

Seit einem Jahr habe ich mich nicht mit Freunden oder Verwandten in geschlossenen Räumen getroffen. Nur wenige Male selektiert auf Terassen, in freier Natur oder im Garten.

Seit mehr als einem Jahr war ich selber nicht mehr in einem Geschäft, wenn man die Apotheke und den Aussenbereich einer Baumschule davon ausnimmt.

Seit mehr als einem Jahr habe ich keine Veranstaltung, kein Museum, kein Seminar mehr besucht.

Seit 15 Monaten war ich nicht mehr beim Frisör.

Erstaunlich, aber wahr, es war leichter, als ich es anfangs gedacht habe.

Die grosse Verunsicherung und das Nichtwissen über das, was da mit der Welt passiert, ist ruhiger Gelassenheit gewichen.


Ich habe meine Zeit zu Hause mit vielen schönen Dingen und  Hobbies gut verbracht.

Etwas Garten, etwas Deko, etwas Basteln, etwas Lesen, etwas Film, etwas Häkeln,von allem halt etwas, was ich auch sonst gerne mache.

Und ich habe in diesem Jahr viele Dinge neu oder wieder entdeckt.

Also her mit den schönen Dingen, die ich in diesen 12 Monaten der Selbst-Isolation getan habe!

Ich habe Steine bemalt, gefunden, versteckt und gepostet.

(hier: Einer von Vielen)


 Ich habe (endlich mal wieder) genäht. 

(u.a. kleine Täschchen für Masken oder sonstiges)


Ich habe (deutlich mehr und öfter) gekocht
(hier: Rosenkohl-Eintopf)
 
 
 

Ich habe nach 15 Jahren wieder gebacken.
(hier: Mokka-Buttercremetorte)

Ich bin endlich wieder mehr spazieren gegangen und habe in diesem Jahr neue Orte kennengelernt.

 (hier: Karmener See in Reethorn/Ganderkesee)

Ich habe Geschichten für Enkelkinder geschrieben.

Ich habe aus geschriebenen Geschichten Büchlein gebunden.

 

und dann habe ich,in diesem ersten Corona-Jahr, das Stempeln entdeckt und damit Karten, Heftchen und Bücher gestaltet.

 

Alles in allem doch gar nicht so ein schlechtes Jahr. (Ich weiss, man kann sich alles schön reden.) Aber dennoch ich persönlich habe auf vieles verzichtet, aber auch viel Schönes erlebt und gefunden! Die Bilanz ist also gar nicht so schlecht.

Natürlich fände ich es auch toll, wenn ich einfach so Familie und Freunde besuchen könnte, wenn ich bei mir zu Hause Gäste lecker bewirten könnte, wenn ich einfach, wo auch immer, hinfahren könnte, etc. p.p.

Ist aber nicht so und wird auch noch eine Weile nicht so sein, zumindest für mich.

Aber, im Gegensatz von vor einem Jahr, weiss ich, dass es Impfstoffe gibt. Wer hätte das gedacht?

Der Frühling kommt bald und damit wärmere Temperaturen, so dass ich wenigstens mal ein Restaurant im Aussenbereich besuchen kann und die eine oder andere Freundin auf der Terasse sehe.

Und ich habe meine Familie und meine Freunde und auch mich selber mit vielen Dingen erfreuen können, die ich in den letzten 12 Monaten gemacht habe.

Ein Jahr und mehr... unter normalen Umständen und ohne Corona, hätte ich da heute, irgendwann im März, dieses Fazit gezogen? Wahrscheinlich nicht.

Trotz Corona - es war für mich ein gutes Jahr. Meine Familie und meine Freunde sind gesund. Ich habe, und das freut mich am meisten, im näheren Familien- und Freundeskreis niemanden verloren. Ja, für mich, nicht für alle, aber für mich ist dieses erste Corona-Jahr gut ausgegangen. Darüber bin ich sehr froh!