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Sonntag, 25. April 2021

Klopapier - Version 2021

Als ich letztens mein Bild stempeln wollte, stellte sich die Frage, auf welchem Papier. Immerhin ist es 70 cm lang. Tatsächlich habe ich dann in einer Ecke noch einen großen Bogen Bastelpapier entdeckt, nicht direkt, was mir vorschwebte, aber besser, als nichts.

Tja, und wer stempelt, der braucht Papier.

Viel Papier - schönes Papier - noch besser: besonderes Papier

Mir schwebte da so etwas vor meinem geistigen Auge rum... aber..., woher nehmen, wenn nicht stehlen..., hiess das früher bei mir in der Kindheit.

Woher nehmen, wenn corona-bedingt alles mögliche nicht möglich ist.

Papier möchte ich sehen und anfassen.., so was kann man schlecht im Internet kaufen.

Bei einem Telefonat mit einer Freundin sprach ich dann darüber, evtl. Toilettenpapier zu nehmen, weil ich grad nicht wusste, woher ich schönes weisses Papier in einem grossen Format nehmen kann. 

Meine Freundin sah das mit dem Klopapier sehr skeptisch, meinte aber, ich soll es mal probieren. Also habe ich etwas experimentiert.

Neben einigen Versuchen mit Kleben und Basteln habe ich auch zum ersten Mal in meinem Leben Papier geschöpft...

... einfach, um es mal zu probieren im runden Haushaltssieb. Entstanden ist Papier aus dem ich tolle Federn reissen konnte.

Und weil diese meine Freundin gerade gesundheitlich etwas Probleme hat, hab ich mir gedacht, ich mach ihr eine Karte damit, eine "Genesungskarte" - Quatsch, eine "Werd-schnell-wieder-gesund"-Karte.

Dabei habe ich dann eins von meinen Heftchen gelegt, das ich gestempelt und gebunden hab.


 

Leider war das Klopapierexperimentergebnis doch nicht geeignet für mein Vorhaben.. aber ich habe daraus andere Inspirationen bekommen.

Das ganze hat natürlich auch nichts damit zu tun, dass ich wegen Corona Klopapier horte. Nein, mach ich immer noch nicht!

Letztes Jahr habe ich mal hier erzählt, wo ich mein nicht gehamstertes Klopapier deponiere.

Da passt es ja, wenn ich hier noch ein Bild aus einem anderen Blickwinkel von meinem Bad poste.

Samstag, 3. April 2021

Schwarz-weiss und Farben hören

Vor langer Zeit haben Manni und ich einen alten Pfennigbaum in enormer Größe von meiner Mutter übernommen.

Wegen dieser Größe stand er erst bei Manni in der Firma und lieferte den einen oder anderen Ableger. Nach über 20 Jahren und 2 Umzügen nur noch dieser übrig geblieben.


Nun ließ er sich auch hängen und da dachte ich, es sei eine gute Idee, ihm mal eine Stütze zu verpassen.
2 Schaschlik-Spiesse waren da genau passend, aber trotz Holzoptik nicht so richtig nach meinem Geschmack.

Also habe ich einfach ein paar Papier-Strohhalme über die Spiesse gestülpt und oben noch Holzkugeln draufgesetzt - Fertig ist eine etwas andere, aber hübsche Blumenstütze - fertig in null-komma-nix.

Und das so schön in schwarz-weiss wie so vieles um mich herum ist, weil ich schwarz-weiss einfach schön finde.

Dabei ist meine Welt eigentlich sehr bunt.

Nicht nur mein Garten,

nicht nur meine Wohnung, 

 nicht nur mein Geschmack,

auch mein Leben ist bunt, aber vor allem mein Gehör.

Ich bin Synasthetiker!

Ich höre Farben. Als Kind habe ich das sehr intensiv erlebt. Inzwischen ist es nicht mehr ganz so präsent. Es ist wie alles, was man vernachlässigt, man kann es zwar noch, aber die Übung fehlt.

Als Kind habe ich irgendwann gemerkt, dass mein Farbenhören in meinem Umfeld auf völliges Unverständnis und ungläubige Blicke traf. Offensichtlich "unnormal". Das wollte ich nicht und so habe ich, tja was? Es nicht weiter beachtet, es in den Hintergrund gedrängt? 

Nun ganz ausschalten ging und geht nicht. Ich höre heute noch Farben, muss mich aber oft ein wenig darauf konzentrieren. Manchmal sind die Farben aber auch einfach so da.

So sehen Buchstaben bei mir aus. Ich habe mal einige hier farblich gekennzeichnet.

Als Worte zusammengesetzt dominieren immer die Vokale. die in meinem Empfinden auch die bunteren Farben haben. D.h. vordergründig ist jedes Wort, mit einem "A" in der ersten Silbe grün. Zusammen mit den Konsonanten gibt es aber unterschiedliche Schattierungen.

Die Wörter: Hase, Hammer, Haargel sind z.B. alle grün, aber sie sehen "dahinter", also im Gesamteindruck, völlig unterschiedlich aus.

Erkenntnis

Das dieses Farbenhören nicht nur einmalig mich betrifft, das habe ich über 40 Jahre nicht gewusst und es seit meiner Kindheit nicht mehr erwähnt. Dann las ich vor ca. 20 Jahren einen Artikel in der Zeitung mit dem Titel "Das Huhn schmeckt rund". Ich bin heute noch baff! Es gibt auch andere Menschen, die Dinge mehrfach wahrnehmen. Es gibt sogar ein Wort dafür!

Synästhesie

Seit dem ich das weiss, kann ich wieder darüber reden, aber vor allem, ich kann es sogar geniessen. Denn ich mag Farben sehr und finde es schön, dass z.B. meine Freunde nicht nur Namen haben, sondern auch Farben.

Und wie sieht das Wort 'Narzisse' aus? Im Gegensatz zum Wort 'Tulpe' passt es perfekt zum Erscheinungsbild.

NARZISS    e
 
Nachtrag, zum besseren Verständnis:
Buchstaben haben Farben, als ganzes Wort sieht das Wort Narzisse in meinem Empfinden ungefähr so aus:
 
In dem Sinne

Frohe Ostern

Dienstag, 30. März 2021

Einfach nur süss

Also..., meine kleinen Küken finde ich einfach nur süss.


Bislang habe ich ja noch keine Osterdeko dieses Jahr gezeigt. Ist auch nicht viel in diesem Jahr.

Kinder kommen nicht, für die ich es lustig machen möchte, und ich selber habe momentan nur beschränkt Lust auf Osterdeko.

Aber ganz ohne geht denn doch nicht, und diese Küken habe ich seit vielen Jahren und finde sie einfach nur putzig.. absolut süss!

Das erste Mal, seit ich sie habe, fehlen allerdings in diesem Jahr meine alten Hasen.

Dafür darf aber ein kleiner Osterstrauss aus Forsitien mit gelben Holzeiern auf unserem Esstisch nicht fehlen. Ui, wo ist denn bloss das Foto? Habe ich wohl vergessen, zu knipsen.

Auf dem Glasregal hockt tatsächlich ein Hase.

Im Durchgang zum Wohnraum hängen 3 Eier, bewacht von einem schwarzem Vogel

und rechts am Bücherregal hängt noch ein Ei. Wenn man genau hinschaut, findet man hinter der Glastür unten die Osterhasenkapelle und die Hasentänzer vereint mit einigen anderen Erzgebirgefiguren.

Die sind auch ... süß..., genau wie die Küken...

... und das Kerzen-Ei mit dem süssen Küken-Abziehbild, dass ich schon seit über 40 Jahren jedes Jahr irgendwo zur Osterzeit hinstelle.

Tja, das war es dann mit meiner Osterdeko dieses Jahr,

abgesehen von einer Schale mit süssen gefüllten Schokoladeneiern.


Aber, apropos süss...

Ich habe letztens i-wo gelesen, dass es total viele Begriffe für Süssigkeiten gibt.

Wenn ich darüber nachdenke, ja, stimmt wohl.


Die Kamelle aus dem rheinländischen Karneval kennt ja inzwischen jeder. 

Bei meiner sauerländischen Omma (immer mit Doppel-M) hiess das: Klümpchen.

Meine Oldenburger Freundin sagt: Bonnschen,

und wenn ich in meiner Kindheit im Münsterland was Süsses wollte, dann wollte ich Schlickeritzen.

Mein Manni aus Ostwestfalen hat sich Schlickerkram gegönnt.

Völlig irritiert war ich in meiner ersten und einzigen Kinder-und Jugendfreizeit, als ich ein saarländisches Mädchen traf, die sich von ihrem Taschengeld Gutzjes (oder wie immer man das schreibt) kaufen wollte.

Auch wenn ich meine andere Oma, nämlich, die ostpreussische in meiner Kindheit kennenlernen durfte, ich weiss nicht, wie sie Süsses nannte. Meine Kusine, meine Vettern und natürlich auch ich bekamen es einfach in rauen Mengen zu Ostern und Weihnachten. Dem entsprechend sahen unsere Hände und Gesichter aus. Dann nannte meine Mutter es: Schmierkram.

So ist das mit den regionalen  Ausdrücken. Nur ein paar Kilometer weiter ... und schon heissen die Dinge anders.

Dabei fällt mir ein...

... wenn man im Emsland mal eben kurz in der Nähe der eigenen Wohnstatt spazieren geht, dann geht man "um den Pudding".

Na, wenn das mal nicht süss ist.....